Der Waldtag

 

»Das Geheimnis der gesamten Natur liegt in der Natur des Kindes.«
- Maria Montessori

 

Fester Bestandteil unserer Woche ist der Waldtag.

 

Auf dem Weg in den nahegelegenen Wald üben wir mit den Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr.
Der Weg verlangt Kraft und Ausdauer, so dass wir uns direkt nach Ankunft in eine gemütliche Runde setzen und das mitgebrachte Frühstück verzehren. Bereits während des Essens reden die Kinder darüber, was, wo und mit wem sie spielen möchten.
Danach können sie endlich den Wald erkunden, bespielen oder Interessantes beobachten.

 

Für uns alle gelten im Wald feste Regeln. Wir sind hier Gäste und verhalten uns umweltbewusst und rücksichtsvoll. 
Der Aufenthalt in der freien Natur unterstützt eine positive Entwicklung der kindlichen Motorik und Wahrnehmung.
Laufen, Springen, Klettern, Balancieren … Die Natur bietet keine geraden Wege. 
Sie schafft Raum für Bewegungs- und Entdeckungsfreude ohne jede Forderung zu stellen.
Das bedeutet auch, dass im Wald eine Ruhe erfahren werden kann, wie sie die Kinder im Alltag häufig kaum noch erleben.

 

Die Projekte der Kinder ziehen sich oft über mehrere Wochen hin (Hausbau, Baumstämme ausgraben, Schätze finden). 
Stöcke und Äste in Grab- und Bohrwerkzeuge, in Feuerwehrschläuche, Hexenbesen, wilde Pferde usw.
Baumstämme werden zum Balancieren, Klettern und Wippen benutzt oder dienen als Piratenschiff auf hoher See.

 

Die Kinder erforschen den Wald und entdecken die Lebensräume und Nischen der Tiere, die über und unter der Erde leben.
Mit Hilfe von Tier- und Pflanzenbestimmungsbüchern erwerben sie konkrete Namenskenntnisse über die sie umgebende Natur.
Indem sie ein Teil des Geschehens sind und selbstständig tätig werden können, lernen sie die Natur kennen und sich rücksichtsvoll zu verhalten.

 

Die Erzieherinnen verstehen sich als begleitende Beobachterinnen, helfen den Kindern bei der Lösung von Konflikten im Rollenspiel, geben Anregungen und Tipps bei Materialfindung oder der Umsetzung von Spielideen.

 

 

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